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Lachgasemissionen auf Kläranlagen

Lachgasemissionen auf Kläranlagen

18. März 2024 Netto-Null

Kläranlagen haben teilweise hohe Lachgasemissionen. Aktuell bestehen vier wirksame Optionen, diese zu reduzieren.

Was vor einigen Jahren noch nicht klar war, weiss man heute: Viele ARA haben Lachgas-Emissionen, teilweise sind diese sehr hoch. Insgesamt sind diese für rund 2/3 der Treibhausgasemissionen der ARA verantwortlich. Aktuell haben Kläranlagen 4 Optionen, diese Emissionen zu reduzieren: Die separate chemische Faulwasser-Behandlung (Stripping), die Dynamische Regelung (DynARA), sowie der Ersatz des Sharon-Verfahrens vermindern die Entstehung von Lachgas. Die Verbrennung mit sehr hohen Temperaturen eliminiert entstandenes Lachgas. Nicht jede Massnahme ist jedoch für jede Anlage geeignet.

Zulässige Projekttypen

Durch eine zusätzliche Behandlung der Rückläufe aus der Schlammbehandlung mit einem physikalisch/chemischen Stripping-Verfahren können die Lachgasemissionen in der biologischen Reinigungsstufe (Nitrifikation) deutlich reduziert werden. Es wird ein reiner, hochkonzentrierter Ammoniumsulfat Dünger von bekannter, stabiler Qualität produziert. Dieser kann mit geeigneten Methoden in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Im Gegensatz zu mikrobiologischen Verfahren der Faulwasserbehandlung (z.B. Anammox) entstehen beim Stripping keine Lachgasemissionen.

Stripping

Potential und Eignung

  • Anlagen ohne ganzjährige Denitrifikation (<65%) oder mit gemessenen, hohen Lachgasemissionen
    → Typ A oder B
    Potential 1’000 – 4’000 tCO2/a

  • Zweistufige Anammox-Anlagen
    → Typ D
    Potential 500 – 2’000 tCO2/a

  • Sharon-Verfahren
    → TYP C
    Potential individuell

  • Festbettanlagen, abgedeckte Belebtschlammanlagen, Schlammverbrennungsanlagen
    → Typ D
    Potential 1’000 – 10’000 tCO2/a

Image

Partner:

KLIK

Jahr:

2019/2023

Anzahl Projekte:

7

Location:

Schweiz

Vertragspartner

KLIKStiftung Klimaschutz und CO₂‑Kompensation

Durch die Reduktion der Lachgasemissionen können jährlich Bescheinigungen beantragt werden. Pro Tonne reduzierte CO2-Emissionen werden CHF 145.- entschädigt.

Teilnehmer

Liste Stand Mörz 2024:

  1. ARA Altenrhein (Faulwasserstripping). Wirkungsbeginn Mai 2021.

  2. ARA Au (DynARA). Umsetzungsbeginn März 2023.

  3. ARA Aire (Ersatz Nitritationsverfahren). Wirkungsbeginn Februar 2024.

  4. ARA Bern (RTO), In Planung.

  5. ARA Glarnerland (DynARA). Umsetzungsbeginn März 2024.

  6. ARA Neugut (DynARA). In Realisation.

  7. ARA Bazenheid (DynARA), In Realisation

Wie machen Sie mit?

Kontaktieren sie uns frühzeitig mit der Projektidee, denn eine Aufnahme in das Programm nach der Projektauslösung ist nicht mehr möglich. Gemeinsam klären wir die Möglichkeiten, Bedingungen und das Potential ab.

"Mit der Öffnung hin zu mehr Technologien wollten wir noch mehr Kläranlagen ermöglichen, wirkungsvolle Klimaschutzmassnahmen zu ergreifen und ins Förderprogramm aufgenommen zu werden."

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